Unser Dorf hat Zukunft



Ueberau hat Goldmedaille gewonnen!


Empfang beim Bundespräsidenten Joachim Gauck am 13. März 2014

Zum Abschluss des 24. Bundeswettbewerbs empfing Bundespräsident Joachim Gauck am 13. März 2014 als Schirmherr des Wettbewerbs je zwei Vertreter aus den teilnehmenden Dörfern, die Bundesbewertungskommission und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt im Schloss Bellevue.

Bundesminister Schmidt und Bundespräsident Gauck mit den Gewinnern des 24. Bundeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" im Schloss Bellevue

Bundesminister Schmidt und Bundespräsident Gauck mit den Vertretern der Gold-Dörfer im 24. Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" im Schloss Bellevue

(Fotos: Henning Schacht)


Pressemitteilung des BMEL Nr. 67 vom 13.03.14:  

Bei der Ehrung sagte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt am Donnerstag in Berlin: "Mit dem Bundeswettbewerb zeichnen wir das Engagement der Menschen für die Zukunft ihrer Heimat aus. Unsere Dörfer sind die Seele des ländlichen Raumes. 2.600 Orte haben an der Ausschreibung teilgenommen. Dahinter stehen zehntausende Menschen, die sich für ihre Heimat ins Zeug gelegt haben. Diesen tatkräftigen Bürgerinnen und Bürgern gebührt Respekt und Anerkennung für ihren persönlichen Einsatz. Die Preisträger haben mit zahlreichen Ideen gezeigt, wie sich die Lebensqualität auf dem Land wirkungsvoll verbessern lässt."

Auf Einladung des Bundespräsidenten – dem Schirmherr des Bundeswettbewerbs – waren die Vertreter der 24 Siegerdörfer und die Mitglieder der Bewertungskommission ins Schloss Bellevue gekommen. Sie berichteten über ihre Erfahrungen bei der Realisierung von Dorfprojekten und der Aktivierung des bürgerschaftlichen Engagements. Schmidt betonte bei dem Empfang: "Unser Wettbewerb hat sich zu einer der größten Bürgerinitiativen in Europa entwickelt. Deshalb möchte ich die Menschen aufrufen, sich auch am 25. Jubiläumswettbewerb in diesem Jahr zahlreich zu beteiligen."

Hintergrundinformationen zum Dorfwettbewerb:

Bundesminister Schmidt: "Unsere Dörfer sind die Seele der ländlichen Regionen"

Aus allen Bundesländern hatten rund 2.600 Gemeinden und Gemeindeteile mit überwiegend dörflichem Charakter am 24. Wettbewerb teilgenommen, die sich in Kreis-, Regional- und Landeswettbewerben für den Bundesentscheid qualifiziert hatten. Eine Bewertungskommission unter Leitung von Dr. Reinhard Kubat (Landrat Waldeck- Frankenberg, Hessen) und Michael Pelzer (1. Bürgermeister Weyarn, Bayern) bewertete das bürgerschaftlichen Engagement zur ökonomischen, sozialen und ökologischen Gesamtentwicklung des Dorfes. Die Siegerehrung fand auf der Internationalen Grünen Woche 2014 in Berlin mit einem großen Dorffest statt.

Für die nächste Runde, den 25. Bundeswettbewerb, der ebenfalls vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ausgelobt wurde, können sich Gemeinden und Gemeindeteile mit überwiegend dörflichem Charakter bis 3.000 Einwohner bewerben. Die Bewertungskommission bereist alle für den Bundesentscheid qualifizierten Orte und bewertet die Bereiche Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen, soziale und kulturelle Aktivitäten, Baugestaltung und Siedlungsentwicklung sowie Grüngestaltung und das Dorf in der Landschaft. Ausschlaggebend für die Bewertung ist die aktive Beteiligung der Bürger an der Planung und Gestaltung des Dorfes. Die Sieger werden mit Gold-, Silber- und Bronzemedaillen in einer Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Grünen Woche geehrt.

Die Sieger des 24. Bundeswettbewerbs, der Aufruf zum 25. Bundeswettbewerb sowie weitere Informationen und Fotos gibt es unter www.dorfwettbewerb.bund.de/. Mit kurzen Dorfprofilen stellen dort alle Dörfer der Endrunde ihre Entwicklung vor.

Die Preisträger des 24. Bundeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft"

Gold: Bohlsen (Niedersachsen), Dechow (Mecklenburg-Vorpommern), Mengsberg (Hessen), Mürsbach (Bayern), Oberlangen (Niedersachsen), Sommerach (Bayern), Thier (Nordrhein-Westfalen), Rammenau (Sachsen), Ueberau (Hessen).

Silber: Böbing (Bayern), Füchtorf (Nordrhein-Westfalen), Heid (Nordrhein-Westfalen) Oberveischede (Nordrhein-Westfalen), Ottersheim (Rheinland-Pfalz), Pretschen (Brandenburg), Steinmauern (Baden-Württemberg), Steutz (Sachsen-Anhalt).

Bronze: Gerlfangen (Saarland), Großbundenbach (Rheinland-Pfalz), Kerpen/Eifel (Rheinland-Pfalz), Neustadt/Harz (Thüringen), Tylsen (Sachsen-Anhalt), Vossenack (Nordrhein-Westfalen), Witzeeze (Schleswig-Holstein).

Das Schloss Bellevue - im Sonnenschein

Der Bundespräsident unterhält sich mit den Anwesenden

Manche ließen sich mit dem Bundespräsidenten ablichten

Dieser Raum war nicht für die "Dorf-Sieger" geschmückt.
Hier sollte am gleichen Abend der 95. Geburtstag
von Helmut Schmidt gefeiert werden.

Aus Ueberau waren die zwei Vertreter des Arbeitskreises eingeladen: Pia Hillerich und Wolfgang Bertrams

Nach dem Empfang beim Bundespräsidenten ging es zur Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen in Berlin. In einer sehr interessanten Rede wies der Staatssekretär darauf hin, dass dieser Wettbewerb - und damit alle anwesenden Dorf-Bewohner - als einzige von drei Ministern betreut worden war:
Bundes-Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner hatte für den 24. Bundes-Wettbewerb den Startschuß gegeben, Bundes-Landwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich hatte Urkunde und Medaille während einer Feierstunde im Januar in Berlin den Siegern übergeben und nun hatte Bundes-Landwirtschaftsminister Christian Schmidt am Empfang des Bundespräsidenten teilgenommen und den Siegern gratuliert..



24. Bundeswettbewerb 2013

Am 8. Februar erhielt ich eine email eines koreanischen Wissenschaftlers, der z.Z. in Bonn arbeitet. Er fragte mich, ob ich am 12. Februar für zwei koreanische Delegationen vom Landwirtschaftsministerium in Korea eine Führung durch das "Gold-Dorf" machen könne. Obwohl es meine Zeit kaum zuließ, sagte ich zu. Dabei machte ich mir Gedanken, wie man zwei Autobusse der koreanischen Delegationen in Ueberau unterbringen könnte. Nach einigem Schriftwechsel stellte sich heraus, dass uns nur 2 koreanische Fachleute mit einem Dolmetscher besuchen wollten.

Diese Fachleute interessierten sich für die Dorf-Erneuerung, die in der Zeit von 1995 - 2003 in Ueberau durchgeführt wurde und für den Bundes-Wettbewerb, der Ueberau eine Gold-Medaille eingebracht hatte. Nach einem längeren Gespräch bei mir zu Hause konnten wir einige Stationen aufsuchen, die auch beim Wettbewerb eine Rolle gespielt hatten. Gegenseitig verständigt hat man sich über den Dolmetscher oder auch teilweise in englischer Sprache. Nach etwa 2 Stunden machten sich die Koreaner - "vollgetankt" mit vielen Informationen - wieder auf den Rückweg.

Später erfuhr ich, wie dieser Kontakt mit Ueberau wohl zustande gekommen ist: der Leiter der Wettbewerbs-Bewertungskommission befand sich zu diesem Zeitpunkt in einem kleinen Dorf in Korea.

Nachstehend einige Fotos vom Besuch der koreanischen Delegation in Ueberau:



Ein zugehöriger Bericht des Darmstädter Echo:

Koreaner besuchen Ueberau

UNSER DORF HAT ZUKUNFT Sieg beim Bundeswettbewerb spricht sich bis Asien herum – Delegation schaut sich um

UEBERAU. Goldmedaillen machen bekannt. Das gilt nicht nur für die olympischen, sondern auch für die, die der Reinheimer Stadtteil Ueberau beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ errungen hat. Erster Beweis dafür war jetzt der Besuch einer kleinen Delegation aus Südkorea.

Wolfgang Bertrams, der Koordinator der Ueberauer Bemühungen, die beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ zur Goldmedaille führten (wir haben berichtet), staunte nicht schlecht, als bei ihm die Anfrage einging, ob er sich für einen Besichtigungstermin einer Delegation aus dem südkoreanischen Landwirtschaftsministerium in Ueberau Zeit nehmen könne. Natürlich konnte er, stellte ein Besichtigungsprogramm zusammen, informierte einige seiner Mitstreiter.

Fünf Tage lang weilten die Koreaner in Deutschland, drei davon waren der Besichtigung von sechs ausgewählten Dörfern vorbehalten. Lernen wollten sie hier, was sie in der Heimat verändern und besser machen können, erzählten sie während des Empfangs bei Wolfgang Bertrams. Viele Fragen hatten sie mitgebracht, die beantwortet werden sollten. Und da alles über einen Dolmetscher lief (Bertrams: „Mein Koreanisch ist nicht besonders gut“), kostete das Zeit. Und Zeit war wieder einmal Mangelware bei der anschließenden Dorfbegehung. Zwei Stunden hatten die Koreaner dafür, dabei hätte das Programm für einen halben Tag gereicht.

Wichtig war den Südkoreanern nicht nur, wie sich die Wettbewerbsbemühungen auf das Dorf ausgewirkt hatten. Sie wollten auch wissen, was während der Dorferneuerungsphase in den Jahren von 1995 bis 2003 alles in Angriff genommen worden war. Bertrams zeigte ihnen beim Rundgang daher auch die damals begonnenen Restaurierungen alter Fachwerkhäuser und natürlich auch den wunderschönen Bauerngarten hinter dem aus dem Jahr 1739 stammenden Anwesen Thierolf. Thomas Thierolf informierte anschließend über die drei Jahre dauernde, eine Million Euro teure Restaurierung der alten Kirche, deren Grundmauern auf das zwölfte Jahrhundert zurückgehen.

Milchvieh und Bauerngarten
Weitere Besichtigungspunkte waren ehemalige Scheunen, die während der Dorferneuerung zu Wohnungen umgebaut worden waren. Bei Schlossermeister Hornung konnten die Koreaner alte Handwerkskunst und den Bauerngarten bewundern, im landwirtschaftlichen Betrieb von Pia Hillerich preisgekröntes Milchvieh bestaunen. Im Yoga-Studio Besserer erhielt die kleine Delegation einen Einblick in das zum Dorfwettbewerb gestartete Kunstprojekt Stühle und in das Foto-Projekt „Wir Ueberauer“. Auch der „offene Bücherschrank“ wurde nicht ausgelassen. Den Abschluss bildete eine kurze Besichtigung des in sich geschlossenen Neubaugebietes „Am Schützenrain“.

Als Wolfgang Bertrams den Südkoreanern zum Abschluss vom „Tag der offenen Höfe“ erzählte, den die Ueberauer alle drei Jahre veranstalten und der im kommenden Jahr wieder ansteht, kam das spontane Versprechen: „Wir werden kommen.“ Mit einer Gruppe von etwa 20 Personen wollen die Gäste aus Asien sich dieses Ereignis genauer ansehen.

Derweil geht der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ in die nächste Runde. Der Aufruf an die Ortsvorsteher in ländlich geprägten Orten mit bis zu 3000 Einwohnern wurde in den vergangenen Tagen bereits verschickt, Anmeldeschluss ist am Samstag (1. März). Informationen zur Anmeldung und Teilnahmebedingungen gibt es bei der Dorf- und Regionalentwicklung des Landkreises Darmstadt-Dieburg unter 06151 8812125 oder per Mail bei m.luedicke@ladadi.de. Eck




So haben wir das gemacht: In Ueberau informierte sich nun eine Delegation aus dem südkoreanischen Landwirtschaftsministerium.

Unser Bild zeigt von links Thomas Thierolf, Wolfgang Bertrams, Kim Kihwan, Reinheims Ersten Stadtrat Hans Heckel, Lee Jung-Seok und Yi Yooshin. FOTO: KARL-HEINZ BÄRTL



Ereignisreiche „Gold-Reise“ nach Berlin

Am 14. Juni 2013 hatte das Dorf Ueberau (Stadtteil von Reinheim mit etwa 2.200 Einwohnern) beim Bundes-Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ die Gold-Medaille gewonnen.

Etwa 50 Einwohner machten sich am 23. Januar auf den Weg, die Gold-Medaille in Berlin in Empfang zu nehmen. Allerdings begann die 5-tägige Busreise mit einer kleinen Panne: wegen der Kälte sprang der Bus nicht an. Der freundliche und umsichtige Bus-Fahrer sorgte für den notwendigen Anlassstrom und schon ging es auf nach Fürstenwalde (Partnerstadt von Reinheim mit etwa 31.000 Einwohnern); versorgt mit einem guten Frühstück der Ueberauer Metzgerei Eller.

Dort erwartete die Ueberauer Delegation eine eisige Kälte mit -14 Grad. Dieser Frost wurde mehr als ausgeglichen durch die warme Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Fürstenwalder.

Am Freitagmorgen wurde die Ueberauer Abordnung vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung am Hessenstand auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin empfangen und interviewt. Nach einem Bummel über die Messe ging es in das ICC (Internationales Congress Centrum). Dort versammelten sich die 24 Sieger-Dörfer mit insgesamt 2.500 Personen.

Der Leiter der Wettbewerbskommission - Bürgermeister Michael Pelzer der Bayerischen Gemeinde Weyarn - hielt einen Rückblick auf die Bereisung der Bewertungskommission. Er sprach vom Sinn und von der Aufgabe dieses Wettbewerbs.
Er sagte u. a.: „Die Städte müssen aufpassen, dass sie die Dörfer nicht erdrücken. Wenn man den Dörfern die Luft zum Atmen nimmt, ersticken die Städte”!  

Beginnend mit der Ehrung der Bronze- und Silber-Medaillen-Dörfer durch Bundes-Landwirtschaftsminister Dr. Hans-Peter Friedrich gab es auch musikalische Beiträge und visuelle Impressionen. Die Ueberauer Strohpuppenfamilie war stets zu sehen, da sie zum Symbol des gesamten Bundes-Wettbewerbs wurde.

Als Höhepunkt wurden Vertreter der Gold-Medaillen-Gewinner auf die Bühne gerufen.
Bundes-Minister Friedrich gratulierte den Ueberauern mit persönlichen Worten sehr freundlich per Handschlag mit Urkunde und Goldmedaille.

Anschließend waren alle Teilnehmer zum Buffet bei Musik und Tanz eingeladen. Es bot sich die Gelegenheit, mit anderen Dörfern und Kommissionsmitgliedern Informationen, Erlebnisse und Anregungen auszutauschen.

Am nächsten Tag, nach einer Besichtigung des Fürstenwalder Domes, führte der Ehrenbürgermeister Manfred Reim durch die Stadt. Bürgermeister Hans-Ulrich Hengst erläuterte in einem Vortrag Geschichte und Wirtschaft der Stadt an der Spree. Anschließend wurde die Rathaus-Brauerei besichtigt und das „Rathausbräu“ bei Schmalzstullen „positiv getestet“. Der Abend fand seinen Abschluss in froher Runde mit einem Buffet der Stadt Reinheim.

Am Sonntag gab es eine Stadtrundfahrt durch Berlin mit einem professionellen Führer. Er zeigte und erläuterte den Ueberauern sehr anschaulich die Sehenswürdigkeiten der Bundeshauptstadt. Anschließend konnte Jeder nach eigenem Gusto Berlin selber erkunden.

Am Montag ging es wieder zurück in das „Gold-Dorf“ Ueberau. Während der Rückfahrt wurde versucht, ein Ré­su­mé zu ziehen. Das war den Befragten fast nicht möglich. Die vielfältigen positiven Eindrücke der gesamten Reise konnten nicht in einem einzigen Wort oder Satz wiedergegeben werden.

Zwei Personen aus dem Arbeitskreis „Unser Dorf hat Zukunft“ wurden mittlerweile zu einem Empfang beim Bundespräsidenten Joachim Gauck für den 13. März in das Schloss Bellevue in der Bundeshauptstadt Berlin eingeladen.

Fazit:
Ein Reiseteilnehmer sagte: „Die Reise war sehr emotional, aufregend, fröhlich, erlebnisreich und reich an Informationen und ... und ... und .... und ....     
Ueberau ist durch den Wettbewerb und diese sehr interessante und harmonisch verlaufene Reise noch enger zusammengerückt: es haben sich neue Bekanntschaften und Freundschaften entwickelt, die das Dorf Ueberau sicher noch l(i)ebenswerter machen und bereichern.


Die Gold-Medaille des 24. Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ 2013

Die Medaille für den Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Die Medaille ist ein filigranes Netz von Bildern der Lebensgemeinschaft in der Natur. Das Haus, die Kirche und der Baum sind zusammen mit Mensch und Tier das traditionelle Bild der Dorfgemeinschaft. Zwischen diesen Zeichen tauchen Industriebauten, Autos, Maschinen und Geräte auf und machen den technischen Fortschritt deutlich.

Einen Akzent für die Entwicklung der Regionen setzt der Nahverkehrstriebwagen; einen weiteren die Windkraftanlage und die Solarmodule auf dem Gemeinschaftshaus. Unter diesem Dach begegnen sich die Menschen am Ort.

Für das tägliche Zusammenspiel dieser Elemente stehen Hahn und Eule, der Morgen und der Abend. Die Jahreszahl markiert die Handlungsebene des Menschen in der Gegenwart. Durch das Pflanzen eines jungen Baumes setzt er ein Zeichen für die Zukunft.

Die Medaille ist ein filigranes, durchbrochenes Bronzerelief, Durchmesser 30 cm und 2,8 Kg Gewicht. Das Blatt wird jeweils mit Bronze, Silber und Gold unterlegt.

Entwurf und Ausführung:
Hermann Pohl, Friedrich Pohl, Kassel
Guss: Glockengießerei Rincker, Sinn


Die Urkunde, die von Herrn Bundesminister Friedrich - zusammen mit der Goldmedaille - überreicht wurde

Die Ueberauer feiern ihr „Gold“
Foto: Ulis Photowelt

Überreichung der Urkunde und Medaille
Foto: Marcella Lüdicke

Die Gold-Mädchen und -Jungs vor dem Reichstag
Foto: Marc Menningmann


Im Saal 1 des ICC verfolgen mehr als 2.500 Menschen die
Urkunden- und Medaillen-Übergabe

Anschließend wartet im Saal 2 das Buffet auf die Wettbewerbssieger.
Insgesamt passen 9.700 Menschen in die Säle 1 und 2 des ICC.

   

Die Ueberauer Delegation sitzt in einer der oberen Etagen
(nahe am Buffet)

Unser Eintrag in das Gästebuch des Hotels. Übernachtet wurde
im Hotel Kaiserhof in der Partnerstadt Fürstenwalde.

   

Alle 24 Siegerdörfer mit ihren Abordnungen beim großen "Finale"

Aber jetzt warten das ausgezeichnete Buffet und der Appetit




Die Ueberauer Delegation freut sich mit Fähnchen und "Ueberau-T-Shirts" auf die bevorstehende Medaillen-Uebergabe


Der Leiter der Bewertungs-Kommission des Bundes-Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ Michael Pelzer hat anlässlich der Medaillenübergabe im ICC Berlin am 24. Januar 2014 eine sehr interessante Rede gehalten, die von vielen Anwesenden sehr gelobt wurde. Sie hat viele Menschen sehr beeindruckt und nachdenklich gemacht sowie zum weiteren Nachdenken angeregt!

Michael Pelzer, Erster Bürgermeister der Gemeinde Weyarn
Rede Berlin

Sehr geehrter Herr Minister,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

liebe Freunde

„Rückblick“ – heißt es im Programm.

Wenn ich zurückblicke, dann schau ich auch auf die Jury, die da wochenlang durch Deutschland gefahren ist – einer Zirkusfamilie nicht unähnlich. Jeder auf seine Weise ein Typ oder eine Typin, jeder mit speziellen Kenntnissen. Jeder mit Leidenschaft – ringend um das richtige Ergebnis und doch wissend um die Unzulänglichkeit von Bewertungen.
Wenn ich zurückblicke, dann haben wir alle miteinander die Erkenntnis, dass die Unterscheidung zwischen Bronze, Silber und Gold uns schwerer gefallen ist, als Sie das meinen. Wie im Sport. Manchmal ist es eine hundertstel Sekunde, die über den Platz entscheidet.

Für die Ernsthaftigkeit und die Leidenschaftlichkeit danke ich meiner Zirkusfamilie und ich denke, wenn wir heute einen Rückblick halten, dann sollen Sie auch uns alle miteinander sehen. Wir waren eine Mannschaft. Bitte kommt auf die Bühne.

Und noch wem möchte ich Dank sagen. Herr Minister. Danken Ihrer Mannschaft, die mit Professionalität und Leidenschaft – und gerade die ist nicht selbstverständlich – für den ländlichen Raum für mich ein Vorbild staatlicher Verwaltung geworden ist. Sie können stolz sein auf die Truppe.

Rückblick auf den Wettbewerb – liebe Freunde. Diese Wochen von den bayeri­schen Alpen bis zum märkischen Sand, von der sächsischen Schweiz bis zur wild zer­klüfteten Eifel geben mir immer wieder den Optimismus und die Über­zeu­gung, dass wir eine gute Zukunft haben.

Wenn wir zurückblicken und ich euch anschaue, dann habe ich Bilder im Kopf. Bilder, die uns selbst zeigen, die Kommission – wie wir übers Papier gebeugt sind – die Texte von den Dörfern lesend. Jeden Tag, im Hotelzimmer. Im Bus. Von Böbing bis Neustadt-Müngsberg. Leitbilder stehen da, Entwicklungskonzepte gibt es, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Akti­vi­täten, Grüngestaltung und Dorf in der Landschaft. Eine Menge Arbeit habt Ihr Euch in Euren Dörfern gemacht.

Wir haben die Pläne, Strukturen und Strategien im Kopf. Dann fahren wir zu Euch. Sind da! Schnell noch ein Foto vom Ortsschild und dann steigen wir aus und treffen – Menschen.
Aus all den papierenen Beschreibungen wächst plötzlich Leben. Wir sehen euch, eure Kinder, wir gehen mit euch durchs Dorf. Wir spüren eure Wurzeln in eure Heimat. Wir lernen euch kennen. Eure Leidenschaft für euer Dorf. Eure Freund­schaften und eure Unterschiede und das Band, das euch eint. Euer Da­heim-Sein. Und eure Bereitschaft, für eure Heimat selbst Verantwortung zu über­nehmen.

Bilder laufen vor unseren Augen ab.
- der Mürsbacher Kirchenwichtel
- das Walnussdorf Großbundenbach
- die Fotoportraits der Bürger von Überau an jeder Straßenecke
- die Gerlfanger Strohpuppen
- das Mehrgenerationendorf Bohlsen
- das Pretschener Känguruh-Motto

„Macht große Sprünge – hat immer was im Beutel und kümmert sich um Nachwuchs – „. In den Ohren habe ich den Satz, den ich in Tylsen gehört habe und der ein Motto sein kann: „Wir haben alle miteinander geredet und endlich war das „wir“ wieder da. Wir wollen nie wieder mit dem „wir aufhören.“

Und
Das Rammenauer Heimatlied (es steht für viele Heimatlieder, für jede Heimat­melodie: Die Sprache, die Geschichten, das Vertraute, das Erbe, das behutsam gepflegt sein soll)

Die ersten zwei Zeilen nur:
„Der Heimat Sprache, Zauberlaut,
uralte Sage, fromme Mär.“

Hinter all der lebendigen Fröhlichkeit und Leidenschaft für die eigene Heimat stehen aber auch Werte und Professionalität.

Ich habe nachgedacht: was sind die Werte, die euch alle verbinden?
- Das „wir“ statt das „ich“ haben wir schon gehabt. Man kann es auch anders nennen: „Der eine baut die Straße, auf der der andere fährt.“
- Ihr nehmt euch füreinander Zeit. Die Zeit ist ein wichtiger Wert. Dafür haben die Indianer einen schönen Satz gefunden: „Wer sagt, ich habe keine Zeit, der sagt, ich habe kein Herz.“ Ihr habt Herz.
- Ihr vertraut euch. Mit diesem Vertrauen könnt ihr eure Energie eurer Heimat nutz­bar machen. Wenn ihr misstrauen würdet, würdet ihr nur eure Energie verschleudern.
- Ihr seid selbstbewusst. Das ist nicht hochmütig. Das heißt nur, dass ihr euch eurer selbst bewusst seid.
- Ihr übernehmt Verantwortung. Ihr zeigt nicht mit dem Finger auf den an­deren, weil ihr wisst, dass dann drei Finger zurückzeigen auf euch. Und das ist für euch die Aufforderung zur Eigenverantwortung.

Ihr seid Profis. Zu Eurer Professionalität will ich auch was sagen.

Da ist immer die geduldige Schrittfolge:
Zuerst kommt die Frage: Wer sind wir? Wo sind unsere Potenziale?
Dann kommt die Zielsetzung: Wo wollen wir hin? Das Leitbild!

Bei all dem immer die Information, über alles, an alle, um das Mitmachen vieler mög­lich zu machen und so Wissen und Kompetenzen mit der Freude am Gelingen verbinden. Schließlich das Umsetzen. Geduldig und konsequent und eigenverantwortlich, das haben wir anschauen können – überall bei Euch.

Herr Minister – die Menschen, die hier sitzen, sind die Leuchttürme des länd­li­chen Raumes. Sie kennen die Kraft, die der ländliche Raum gibt. Und Sie sorgen sich um die Gier, die ihn zuweilen zu zerstören droht. Deshalb sollten wir ge­mein­sam auch mahnen, auch an die Städte: „Wenn das Land das Atmen einstellt, erstickt die Stadt.“

Menschen im ländlichen Raum haben erkannt, dass Nähe Lebensqualität be­deutet.
- die Lehrstelle daheim
- der Gasthof im Dorf
- der Nahversorger um die Ecke
- die Treffpunkte, wo man sich austauscht

Lebensqualität ist: Entscheidungen selbst treffen. Daheim und nicht von anderen treffen lassen.

Lebensqualität misst sich nicht am Bruttosozialprodukt und den Wachs­tums­raten. Es ist nicht geprägt vom „immer mehr“ und „immer schneller“. Es misst sich am (- Das Wort ist von Alois Glück – nomen est omen.) am „Brutto­glücks­pro­dukt“. Am Glück, so leben zu können, wie die Menschen es selbst mögen und sich gestalten.
Dazu gehört, dass alle, auch die Politik den Mut haben, sich auf Neues ein­zu­lassen, dass die Politik zulassen kann und nicht alles glaubt regeln zu müssen, dass Vertrauen herrscht.

All das ist hier in geballter Form vorhanden. So viel Lebensqualitätsenergie, wie Sie heute im ICC als Kraft spüren können, werden Sie in Ihrer politischen Zeit noch selten erlebt haben. Das ist ein Geschenk. Ein Geschenk für unser Land. Sie sind Landwirtschaftsminister. Ihr Weg wird Sie in die Dörfer führen. Freuen Sie sich darauf.

Sie können überall dieses Gefühl erleben. Und wenn Sie zurückkommen, dann machen Sie die Fenster aller Behörden auf und lassen diesen Wind an Phantasie, Mut und Leidenschaft einfachhineinwehen. Und Sie können darauf vertrauen, dass er richtig weht.

Da sind Menschen, die nicht Mauern bauen, wenn der Wind weht, sondern Wind­mühlen.

Da sind Menschen, die den Mut zum Träumen haben, aus denen ihnen die Kraft zum Handeln erwächst.

Da sind Menschen, die sich auf ihr Dorf so einlassen, dass sie, wie es Novalis ein­mal geschrieben hat, „die Schmetterlinge im Sommerwind lachen hören und die Wolken über ihrem Dorf schmecken können“. Das sind Vorbilder für unsere Republik und sie stecken an.

Sie kennen ja den Satz: „Du kannst deine Kinder noch so gut erziehen – sie machen dir eh alles nach.“ Die Menschen in diesen Dörfern, die machen es vor. Und ihr Vorbild pflanzt sich fort. Unsere Aufgabe ist es, Vielen das Fernrohr in die Hand zu drücken und ihnen zu zeigen, wie sie es auf diese Dörfer, die heute hier sind, richten können. Auf die guten Beispiele.

Ich habe es schon einmal gesagt: Ihr seid der Blumenstrauß, den ich nach vier Wochen Rundreise mit nachhause nehme und dann daheim herzeige und den Menschen bei uns die Blumen in die Hand drücke und weiß, dass sie dann auch neue Blumen blühen lassen. In unserer Welt stehen wir alle dauernd großartigen Möglichkeiten gegenüber, die hervorragend als unlösbare Probleme getarnt sind. Von euch ist die Antwort auf diesen Satz: „Geht nicht gibt’s nicht“. In allen Dialekten. Ich habe ihn immer wieder gehört.

Ihr macht die Fenster auf. Ihr lasst den Wind so wehen, dass er die Probleme mitnimmt und euch die Mög­lich­keiten vor die Füße legt. Wenn ihr keine neuen Wege findet, dann macht ihr welche und wenn man euch dabei Steine in den Weg legt, dann baut ihr was Schönes daraus.

Und deshalb sage ich euch Dank, weil ihr uns – der Jury – so viel Mut zur Zu­kunft gemacht habt, dass wir überall von euch erzählen und damit anderen Mut machen. Von Euch allen – da kommt es auf die Farbe der Medaille nicht an. Ihr seid die Champions League. Ihr seid die Leuchttürme. Alle.

Das – Herr Minister – das denke ich, kann Ansporn sein für politisches Handeln.

Mut machen.
Raum geben.
Menschen ihre Träume gestalten lassen und ihnen Plattformen zimmern dafür.
Motoren, Motivatoren und Moderatoren sein. Ihnen nicht im Weg stehen, sondern ihnen die eigenverantwortliche Gestaltung ihrer Heimat ermöglichen.
Und etwas ganz Wichtiges: Vertrauen haben.

Liebe Freunde, so ist dieser Rückblick ganz automatisch zu einem Blick in die Zukunft ge­wor­den. Zu einem Blick in unser Land – dieses wunderschöne Deutschland, unsere gemeinsame Heimat in all ihrer Vielfalt. Ein Land, an dem ihr täglich baut und täglich zeigt: Es ist die kleine Welt, in der die große ihre Probe hält.

-------------

Grußworte des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft Dr. Hans-Peter Friedrich vor seiner Medaillen-Übergabe an die Siegerdörfer

„Nächstes Gold-Dorf. Das Dorf Ueberau in Hessen. Herzlichen Glückwunsch.

Dort in Ueberau, da gibt es vor allem wunderschöne Gärten, Gartenanlagen in großer Farbenpracht. Alles wurde renaturiert, was zu renaturieren war. Kreativität der Dorf-Bewohner; mit grünem Daumen kann man so sagen.

Herzlichen Glückwunsch, alles Gute für die Zukunft.“


Fünfzig Ueberauer holen Gold in Berlin

Am Donnerstag, 23. Januar ist es endlich so weit: fünfzig Ueberauer machen sich mit einem Bus auf den Weg, ihr Gold abzuholen. Beim Bundes-Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hatte Ueberau – zusammen mit acht anderen Dörfern - eine Gold-Medaille erzielt. Diese soll nun am Freitag, 24. Januar – im Rahmen der Grünen Woche in Berlin übergeben werden.

Schon seit einiger Zeit laufen die Planungen dieser Reise durch den Arbeitskreis. Die Plätze des Autobusses waren schnell vergeben. Bei der großen Nachfrage hätte man fast zwei Autobusse füllen können.

Übernachtet wird in der Partnerstadt Fürstenwalde. Die Drähte dorthin sind schon heißgelaufen. Früh am Freitagmorgen wird man sich auf den Weg zum Messegelände nach Berlin machen. Dort steht als erstes ein Empfang durch das Land Hessen bevor. Der neue Hessische Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung - Herr Tarek al Wazir – wird die Ueberauer Delegation sowie das andere Hessische Gold-Dorf Neustadt-Mengsberg (ohne Dorf-Erneuerung) begrüßen. Mit einem bunten Rahmenprogramm wird u.a. über „goldwerte“ Investitionen in bürgerschaftliches Engagement und dörfliche Entwicklung diskutiert.

Dort wird das Dorf Ueberau gut vertreten sein: sowohl mit den Ueberauer Bürgern als auch mit Exponaten des Fotoprojekts „Wir Ueberauer“ als auch mit einigen der 220 dekorierten Stühlen des Stuhlprojekts. Weitere Hessenimpressionen sind die Filme zum Dorfwettbewerb, die der Ueberauer Marc Menningmann vor und während des Wettbewerbs gedreht hat. Er wird auch wieder anwesend sein, um die Feierlichkeiten filmisch zu dokumentieren. Mit beschwingten Melodien und der Verkostung von hessischen Spezialitäten wird dieser Teil beendet.

Nach dem Besuch des sog. Hessenstandes geht es weiter zur eigentlichen Medaillen-Übergabe. Der neue Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Hans-Peter Friedrich wird im Rahmen einer Feierstunde alle 24 teilnehmenden Dörfer mit etwa 2.500 Personen begrüßen und anschließend die Urkunde sowie die Gold-, Silber- und Bronze-Medaillen übergeben. Dies wird für die Ueberauer sicher ein interessantes Erlebnis werden.

Am darauf folgenden Tag wird sich die Reisegruppe in ihrer Partnerstadt Fürstenwalde umsehen, Sehenswürdigkeiten besichtigen und sicherlich neue Kontakte knüpfen bzw. alte vertiefen. Den Abschluss dieses Tages bildet ein Buffet in dem Übernachtungshotel. Den Abschluss dieses Tages werden wir zusammen mit Freunden aus Fürstenwalde verbringen.

Der Sonntag ist für viele Mitreisende besonders interessant: etliche Mitfahrer waren noch nie in der Bundeshauptstadt und möchten diese kennen lernen. Daher wurde eine Stadt-Rundfahrt mit dem eigenen Bus und einem Stadtführer vorbereitet. An diesem Tag hat man dann die Gelegenheit, einige der besonders interessanten Sehenswürdigkeiten der Stadt Berlin zu erkunden und Impressionen einzufangen.

Leider geht es dann am Montag wieder zurück in das beschauliche Dorf Ueberau. Es ist zu vermuten, dass diese Tage den Mitfahrern lange positiv im Gedächtnis bleiben. Eine Krönung der Ehrungen wird – für einen kleineren Kreis - ein Empfang beim Bundespräsidenten sein, der üblicherweise einige Wochen später stattfindet.



2. Flashmob in Ueberau seit 5.000 Jahren

Am 30. 6. trafen sich mehr als 200 Ueberauer auf dem Mühlplatz, um ihren Goldmedaillen-Gewinn zu feiern. Wie so oft, war das Wetter in Ueberau optimal, um ein solches Event mit großer Begeisterung und Freude zu feiern (Petrus sei Dank!).

Auf diesem historischen Platz haben die Aktivitäten des "Gold-Dorfes" am 14. Juni begonnen. Aber enden werden sie dort nicht: viele neue Ideen und Vorschläge warten auf ihre Umsetzung. In der nächsten Zeit können diese mit großem Gemeinschafts-Elan angegangen werden.


Bei diesem Flashmob sind sich die Ueberauer - Einheimische wie Zugereiste - wieder näher gekommen
und neue interessante Bekanntschaften haben sich ergeben.




Kleine Abschlussfeier

Am 27. Juni traf sich der Arbeitskreis im Hofhaus zu einer kleinen Abschlussfeier. Weitere Gäste waren der Stadtverordnetenvorsteher Harald Heiligental, Bürgermeister Karl Hartmann, Landrat Klaus Peter Schellhaas sowie interessierte Ueberauer Bürger.

Durch eine kleine Fotoschau wurden Impressionen des Bewertungsrundgangs gezeigt. Viele Dinge waren den aktiven Arbeitskreismitgliedern bisher nicht bekannt, da sie an diesem Tage "voll im Einsatz waren", um den Kommissionsmitgliedern das Dorf Ueberau und seine "besonderen Dinge" zu präsentieren. Auch die Bürger, die an dem Rundgang mit der Kommission nicht teilnehmen konnten, zeigten sich sehr interessiert.

Bürgermeister Hartmann sprach über "sein besonderes Völkchen" der Ueberauer und lobte den guten Zusammenhalt aller Einwohner. Landrat Schellhaas erinnerte an den Abschlussabend vor einem Jahr, der ebenfalls im Hofhaus anlässlich des Siegs beim Hessen-Wettbewerb stattfand. Herr Schellhaas ging ebenfalls lobend auf die Ueberauer und ihre positive Eigenschaften ein. Nach Abschluss seiner Ansprache überreichte er einen Gutschein für die Pflanzung eines Baumes. Diese Pflanzaktion wolle er gerne gemeinsam mit den Ueberauern vornehmen.

Nach einigen gemütlichen Stunden - wieder mit vielen Gesprächen der Anwesenden untereinander - fand die Abschlussfeier ihren Ausklang.

Der Wettbewerb ist nun zwar vorbei. Aber man wird sich im Herbst zu einer Nachlese treffen. Etliche neue Ideen sollen dann besprochen werden, die in Ueberau umgesetzt werden können . . .

Der Arbeitskreis diskutiert über den abgeschlossenen Wettbewerb

 

Gespannt hört man den Ausführungen von Bürgermeister Hartmann zu




Der Arbeitskreis hat aus den Unterlagen zum Wettbewerb eine
sehr interessante - farbig illustrierte - 110-seitige Broschüre erstellt,
die angeboten wird:

Mer sinn Iwwero - Bundesentscheid 2013
im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"

Übrigens:
Begleitet wurde und wird der gesamte Wettbewerb und seine Vorbereitungen durch Marc Menningman (Sohn des Ueberauer Kinderarztes). Marc Menningmann reiste oft aus seiner jetzigen Heimatstadt Köln an, um alle Begebenheiten filmisch zu dokumentieren. Die ersten - sehr interessanten - Ergebnisse findet man auf seiner homepage www.Iwwero.de. Aus den Einzelbeiträgen soll später ein ganzer Film entstehen.





Wie wir am 26. Juni vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz informiert wurden, hat Ueberau beim Bundes-Wettbewerb eine Gold-Medaille erzielt. Diese wird uns auf der Internationalen Grünen Woche 2014 in Berlin überreicht.



Unser "Gold-Paar" mit der Gold-Medaille


Wir freuen uns sehr über diese hohe Auszeichnung und danken Allen, die in irgendeiner Weise mitgearbeitet und uns unterstützt haben.

Ebenfalls bedanken wir uns bei den vielen Gratulanten aus dem In- und Ausland. 



Ueberau hat gewonnen!

Vielleicht nicht im Wettbewerb, aber auf jeden Fall in unserem Dorf Ueberau! Diese tolle Gemeinschaftsarbeit und Unterstützung von vielen Bürgern hat uns wieder etwas näher gebracht. Vielen Dank an Alle, die diesen Bundeswettbewerb in Ueberau direkt oder indirekt unterstützt haben. Am vergangenen Freitag waren wir wieder - wie so oft - eine große Familie, die zusammenhält.

Die sehr kompetente und freundliche Bewertungskommission - unter fachkundiger Leitung von Herrn Michael Pelzer - besuchte uns am 14. Juni. Der Arbeitskreis und die begleitende Bevölkerung informierten über die Besonderheiten und Eigenschaften des Dorfes Ueberau. Insgesamt waren es drei Stunden, in denen wir über unser Dorf berichten konnten.

Schon jetzt laufen die Planungen für die Reise nach Berlin. Die teilnehmenden Dörfer werden dort am 24. Januar 2014 - im Rahmen der Grünen Woche - empfangen. Auf dieser Messe werden auch die erzielten Preise überreicht: Bronze-, Silber- und Goldmedaillen.

Das Ergebnis aller Vorbereitungen (auch Freuden und Mühen) wird am 26. Juni bekanntgegeben.

Artikel des Darmstädter Echo



Nachstehend einige Impressionen. Weitere folgen (wenn der webmaster wieder etwas Zeit hat).









Ueberau nimmt teil am Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" im Jahre 2013


Wieder haben sich viele aktive Bürger zusammengesetzt, um den Wettbewerbs-Rundgang am 14. Juni sowie die Präsentationsinhalte optimal vorzubereiten.

Der Arbeitskreis sitzt aufmerksam zusammen und diskutiert den geplanten Ablauf des Wettbewerbs in Ueberau

 

Mittlerweile wurde die von der Kommissionsleitung erbetene Bewerbungsmappe erstellt





Die Vorbereitungen sind im vollen Gange. Bereits achtmal hat sich der Arbeitskreis mit etwa 25 Personen getroffen. Darüber hinaus haben sich die einzelnen Untergruppen getroffen, um ihr "spezielles Thema" auszuarbeiten.

Mittlerweile liegen die einzelnen Stationen fest, bei denen die Bewertungskommission informiert wird. Auch die Dauer und Inhalte der jeweiligen Stationsaufenthalte wurden festgelegt. Ebenso wurde die Rundgangs-Route mit der Bewertungskommission festgelegt. Bei einem Proberundgang des Arbeitskreises wurden die einzelnen Wegezeiten zwischen den Stationen mit Stoppuhr ermittelt. Da für die Präsentation max. drei Stunden zur Verfügung stehen, muss alles genau bedacht werden.

Einige Arbeitskreismitglieder erfassen die Rundgangszeiten


Nach der erfolgreichen Teilnahme am Hessenwettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft", bei der Ueberau den 1. Platz erreicht hatte, nimmt das Dorf nun am Bundeswettbewerb teil.
Vor wenigen Tagen wurde der Arbeitskreis vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) in Berlin angeschrieben. Damit erhielten wir die ersten Informationen zum bevorstehenden Wettbewerb:

Als Termin für den Auftakt der Bereisung aller 24 Dörfer ist der 10. Juni 2013 vorgesehen. Die Bewertungskommission wird Ueberau am Freitag, 14. Juni von 11 bis 14 Uhr besuchen. Jedes Dorf wird beim Besuch der Jury im Juni Gelegenheit haben, seine Aktivitäten vorzustellen. Eine vom BMELV berufene Bewertungskommission, in der Experten aus Institutionen und Verbänden auf Bundesebene vertreten sind, beurteilt die Dörfer während einer Bereisung und entscheidet über Gold, Silber und Bronze. Die Bewertung erfolgt anhand von Leitfragen in sechs Fachbereichen.

Um das Dorf Ueberau in seiner Vielfalt und Lebendigkeit der Bewertungskommission optimal vorzustellen, sind alle Einwohner angesprochen, bei der Vorbereitung des Wettbewerbs aktiv mitzuarbeiten. Besonders erwünscht ist die Mitarbeit von Vereinen und anderen Gruppierungen. Auch die Jugend ist aufgefordert, ihre Wünsche, Bedürfnisse und Ideen einbringen.

Die beiden nächsten Sitzungen des Arbeitskreises finden statt am Mittwoch, 5. 6. und am Dienstag, 11. 6.; jeweils um 19.30 Uhr im oberen Saal im Hofhaus.

Für Fragen und Anregungen stehen Wolfgang Bertrams (Tel. 06162/3735), Pia Hillerich (Tel. 06162/3596) und Thomas Thierolf (06162/81776) gerne zur Verfügung.

Alle Interessenten sind herzlich willkommen.


Mittlerweile zeichnen sich die ersten (neuen) Aktionen ab, die zum Wettbewerb präsentiert werden sollen:


Zur Information der Ueberauer Einwohner wird - in unregelmäßigen Abständen - ein Rundbrief erstellt und in alle Haushalte verteilt:

Der 1. "Denk-drou"-Rundbrief  (Ausgabe 12/2012) an alle

Ueberauerinnen und Ueberauer.

Er kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Der 2. Rundbrief  (Ausgabe 03/2013) an alle

Ueberauerinnen und Ueberauer.

Er kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden.



Weitere Informationen folgen . . .


Nach den erfolgreichen Teilnahmen in den vergangen Jahren am Regional- und Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" hat sich erneut ein Arbeitskreis gebildet. Dieser bereitet nun die Teilnahme Ueberaus am Bundeswettbewerb vor.

Bis Mitte November hat der Arbeitskreis schon zweimal getagt. Neue Personen sind zum altbewährten team hinzugekommen. Viele Ideen und Vorschläge wurden diskutiert und in einen Plan umgesetzt. Dieser Plan muß nun Zug um Zug abgearbeitet werden.

Voraussichtlich findet der Bundes-Wettbewerb bereits in der ersten Junihälfte des Jahres 2013 statt. Daher müssen nun die Vorbereitungen zügig angegangen werden.

Im Internet findet man hier zahlreiche Informationen zum Bundes-Wettbewerb:

Ein Leitfaden gibt gute Empfehlungen, was man wie vorbereiten sollte:

Der Bundes-Wettbewerb sieht 6 Aufgabenfelder vor (bisher waren es 5):

  1. Leitbild und Entwicklungskonzepte

  2. Wirtschaftliche Entwicklung und Initiative

  3. Soziale und kulturelle Aktivitäten

  4. Baugestaltung und -entwicklung

  5. Grüngestaltung und -entwicklung

  6. Das Dorf in der Landschaft

Beim 2. Treffen des Arbeitskreises wurde u.a. die neue Gestaltung der bereits als "Wettbewerbs-Wahrzeichen" bekannten Strohpuppenfamilie besprochen. Lassen Sie sich überraschen, was dabei heraus kommen wird.

Es ist geplant, die Ueberauer Bürger über den Ablauf der Vorbereitungen in unregelmäßigen Abständen in Form eines flyers "Denk drou" (für Neubürger: "Denke daran") zu informieren.

Gerne gesehen sind weitere Interessenten, die ihr Ideen mit einbringen möchten. Besonders die Jugend soll ihre eigenen Vorstellungen und Wünsche ansprechen.

Für weitere Fragen stehen die drei Arbeitskreis-Koordinatoren Wolfgang Bertrams, Pia Hillerich und Thomas Thierolf gerne zur Verfügung.