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Zweiter "Tag der offenen Höfe" in Ueberau

Dieser Tag der offenen Höfe hat alle Erwartungen übetroffen. Viele Menschen aus nah und fern - und natürlich auch Ueberauer Bürger - schauten sich im kleinen Dorf Ueberau um, sahen viel Interessantes und führten gute Gespräche.

Dies gibt der nachstehende Bericht aus dem "Odenwälder Volksblatt" vom 6. Juli gut wieder:

Offene Höfe in Ueberau

Der Erfolg war überwältigend. Zwischen 2000 und 3000 Besucher kamen am Sonntag, 24. 6., nach Ueberau, um einen Blick hinter sonst verschlossene Hoftore zu werfen. Die zum 2. Mal ausgerichtete Aktion "Tag der offenen Höfe" lockte Neugierige aus ganz Hessen und sogar aus England an, was Bürgermeister Karl Hartmann mit der Bemerkung kommentierte: "In Ueberau trifft sich die Welt".

Nachdem bei der ersten Veranstaltung im Jahr 2009 schon 18 Hofbesitzer mitmachten, waren es diesmal 27 Teilnehmer, sehr zur Freude des Organisations-Trios Wolfgang Bertrams, Pia Hillerich und Thomas Thierolf. Bertrams hatte für Samstag schon eine "Vortour" für die Teilnehmer organisiert, die am Sonntag ihre Höfe nicht verlassen konnten. "Dabei haben alle zu ihrem eigenen Erstaunen vieles entdeckt, was sie zuvor noch nie gesehen oder vermutet hatten", so Bertrams.

Am Sonntag sollten die Höfe sich um 11 Uhr für die Gäste öffnen, doch schon um 10 Uhr waren erste Besuchergruppen im Ueberauer Ortskern unterwegs, wo auf relativ engem Raum alle teilnehmenden Höfe zu finden waren. In Hofstraße, Wilhelm-Leuschner-Straße, Groß-Bieberauer Straße, Lengfelder Straße und Niedergasse reihte sich Hof an Hof, gekennzeichnet durch große, nummerierte Baumscheiben. Ein bebilderter Flyer erleichterte den Besuchern die Orientierung, gab auch Auskunft über das, was es in den einzelnen Höfen zu entdecken gab.

Wer nicht nur schauen, sondern auch hören und dadurch noch mehr über Ueberau erfahren wollte, der war zu dem Rundgang um 13.30 Uhr gekommen, bei dem Wolfgang Bertrams den rund 150 Teilnehmern die einzelnen Höfe vorstellte, und fast alle staunten, wie interessant ein solcher mit Anekdoten und Geschichte unterlegter Rundgang sein kann. Endstation war dann in der Niedergasse, wo man zusehen konnte, wie ein Pferd beschlagen wurde. Hier befand sich auch die große Fotoausstellung "Wir Ueberauer".

Doch auch in den anderen Höfen herrschte reges Leben, war vieles eigens für diesen Tag vorbereitet worden. "Alle Teilnehmer haben sich unglaublich viel Mühe gegeben, Hof und Garten für die Besucher herzurichten, haben sich unterhaltende Angebote einfallen lassen", sagt Thomas Thierolf. So war in einigen Höfen auch ein Kinderprogramm zu finden. Das reichte von Bastelecken über das Werken mit Holz bis hin zum Märchenerzähler und dem Kegeln für Kinder auf der Bahn im "Hofhaus". Dort stellten die Oldtimer-Freunde auch alte Traktoren und Feuerwehrautos aus.

In vielen Höfen wurden die Besucher auch bewirtet, gab es Kaffee und Kuchen oder kühle Getränke. Für die musikalische Unterhaltung sorgten der evangelische Posaunenchor und der Jugendchor. Lutz Heintze zog als Leierkastenmann durch die Gassen und ein Gitarren-Duo gab in 3 Höfen kleine Konzerte. Dies alles wurde von den Besuchern sehr positiv aufgenommen. Doch ein ebenso positives Echo kam zum Abschluss dieses Tages von den Teilnehmern, "Wir haben viele interessante Gespräche mit den interessierten Besuchern geführt, mussten viele Fragen beantworten", so das Ehepaar Thierolf.

"Mir Iwweroer, mir schaffe des" ist ein alter Spruch in diesem Reinheimer Stadtteil. Der gelungene "Tag der offenen Höfe" war wieder ein Beispiel dafür, wie durch den Gemeinschaftsgeist im Dorf auch solche großen Veranstaltungen gut bewältigt werden können. "Ich wohne nicht in Ueberau, ich lebe hier", sagt Thomas Thierolf und drückt damit aus, was viele andere auch so fühlen. Ein wenig von dieser Einstellung konnten die Besucher spüren und mit nach Hause nehmen.


Viel Fantasie und Mühen der Hof-Besitzer haben sich gelohnt. Dafür herzlichen Dank an Alle!


Einige Zitate aus Gesprächen, Ausstellungen und Gästebüchern:

"Diese Menschen (Besucher) sind die, die die Zeitschrift "Landlust" beziehen."

Eine Hinweistafel an einem Hof:
"ES IST KEINE VILLA, ES IST NUR EIN HAUS.
DOCH ICH BIN ZUFRIEDEN - UND DAS MACHT ES AUS.

"Unsere Kinder haben noch keine lebende Kuh gesehen. Im Bauern-Hof bei Hillerichs konnten sie dies sehen; sogar, wie ein Kälbchen auf die Welt kam."

Ein Einwohner: "Da habe ich meinen ehemaligen Kollegen getroffen, den ich schon 50 Jahre nicht mehr gesehen habe."

"Es kommen ja nur Interessierte: diejenigen die sich für Gärten und Höfe interessieren."

Ein Einwohner: "Ich wohne nicht in Ueberau sondern ich lebe hier!"

In einem Hof: "Wahre Liebe riecht nicht immer nach Rosen!"

Auch das neu geborene Kälbchen war zufrieden; mit sich und der ganzen Welt:



Am Sonntag, 24. Juni, findet in Ueberau - in der Zeit von 11 bis 18 Uhr - ein "Tag der offenen Höfe" statt.

Zum zweiten Mal öffnen in Ueberau viele Höfe ihre Türen. Die erste Veranstaltung dieser Art fand vor drei Jahren in Ueberau statt. Sie fand sehr großen Anklang bei der Bevölkerung. Wegen der großen Resonanz wird diese harmonische Veranstaltung am Sonntag, 24. Juni - in der Zeit von 11 bis 18 Uhr - wiederholt. An diesem Tag werden 27 Höfe, Gärten und Türen in Ueberau zur Besichtigung geöffnet sein. Für alle Besucher wird es manches Interessantes und auch Neues zu besichtigen geben: viel "Grün" und "verschwiegene Ecken". Unterhalten Sie sich mit den Hof-Bewohnern, Nachbarn und Gästen. Sie werden sicherlich Schönes sehen, alte Bekannte treffen und gute Gespräche führen.

Die Stationen reichen von der Hofgasse im Süden des Dorfes bis zur Lengfelder-Straße im Norden. Nummerierte Baumscheiben weisen auf die teilnehmenden Höfe hin. Auch die Nieder-Ramstädter Diakonie wird die Hofreite in der Wilhelm-Leuschner-Str. 6 für Einblicke und Informationen öffnen.

In der eher wenig bekannten und selten aufgesuchten Hofgasse zeigen sich mehrere Höfe. Die Begriffe "Hofgasse" bzw. "Hofhaus" erinnern an den "Großen Synoldshof" des Ritters Synold, der hier im Jahre 1439 starb. Davon leitet sich auch der Ausdruck "Hofhaus" ab; heute befindet sich hier die Gastwirtschaft Baltz. Auch die Oldtimerfreunde werden am "Hofhaus" ihre Traktoren und Feuerwehr-Autos zur Schau stellen.

Ein interessantes Programm wurde zusammengestellt:

An jeder Station wird eine "Spendenbox" stehen. Die Organisatoren sammeln Geld für ein soziales Projekt in Ueberau. Der Ort hat im letzten Jahr am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" teilgenommen und den ersten Platz erreicht. Das Preis Geld aus dem Wettbewerb soll zusammen mit Ihren Spenden "in einen Topf geworfen werden". Am 12. Juni hat sich Ueberau erneut an diesem Wettbewerb beteiligt; das Ergebnis wird am 9. Juli bekannt gegeben. Vielleicht ergibt sich auch diesmal ein Preisgeld? Nach dem 9. Juli soll das soziale Projekt dann endgültig festgelegt werden. Wenn es Ihnen am "Tag der offenen Höfe" gefallen hat, können Sie gerne die bereitgestellten Spendenboxen füllen.

Wenn Petrus wieder mithilft, ist erneut ein schöner und interessanter Sonntag in Ueberau zu erwarten.

Übrigens:
Ueberau hat ein „besonderes Flair“ und verfügt über ein aktives Dorf-Leben; das ist in der Region bekannt. Der 1. Platz, der im vergangenen Jahr beim Regional-Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ erreicht wurde, ist ein Beweis dafür.

Ueberau war von 1995 bis 2003 Förderschwerpunkt im Hessischen Dorferneuerungsprogramm. In dieser Zeit wurden mehr als 80 private Maßnahmen durchgeführt. Die Ortsdurchfahrt wurde neu gestaltet mit Begrünung, erweitertem Fußgängerbereich und Schaffung von Treffpunkten im Dorf.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen!

Für evtl. Rückfragen stehen Ihnen Wolfgang Bertrams, Pia Hillerich und Thomas Thierolf gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Sie und auf diesen Tag!


Ev. Posaunenchor, Künstler stellen ihr Werke aus, für Speis und Trank ist gesorgt, Leierkastenmann, Dorf-Führung, Besichtigung alter Häuser, Märchenerzähler, Hufbeschlag eines Pferdes, Ausstellung "Wir Ueberauer", "Kinder-Programm", Traktorenfreunde, Unterhaltung für Kinder, Offenes Museum, die renovierte Kirche ist geöffnet, Ausbau von Scheunen für Wohnungen, neue Hausschilder an historischen Häusern, . . .


26 Höfe werden ihre Hoftore öffnen.

Auch die Diakonie öffnet die Hofeite, in der ein neues Zuhause
für geistig schwer behinderte Menschen enstehen soll.

Diesen Flyer können Sie hier herunterladen




Fotos vom 2. Tag der offenen Höfe am 24. Juni 2012





Die Sonne hatte es wieder gut mit Ueberau gemeint und so war man froh über ein schattiges Plätzchen.

Weitere Fotos gibt es hier zu sehen  . . .




Die 27 Stationen sind mit einer numerierten Baumscheibe gekennzeichnet. Diese stellen teilweise richtige kleine Kunstwerke dar: