Geschichte   -   Obst- und Gartenbauverein Reinheim und Ueberau


Vereinsgeschichte: 115 Jahre Obst- und Gartenbauverein Reinheim und Ueberau (im Jahre 2004)

1889 bis 1918

In 1999 könen wir auf 110 Jahre Vereinsbestehen zurückblicken. In dieser kleinen Festschrift wollen wir einiges Wissenswerte aus der Chronik berichten:

Die Vereinsgründer hatten sich zum Ziel gesetzt, neue Sämereien und Obstsorten zu erproben und bei Bewährung anzubauen. Man wollte eine bessere Versorgung der Verbraucher mit Obst und Gemüse erreichen. Am Ende des 19. Jahrhunderts gab es keine Familie bei uns, die keinen eigenen Garten bewirtschaftete, denn fast alles, was in der Küche verarbeitet wurde und auf den Tisch kam, mußte selbst erzeugt werden. Die Gärten wurden mit großer Liebe und Sorgfalt bearbeitet und gepflegt. Auch aus wirtschaftlicher Sicht wollte man das geringe Einkommen aufbessern, indem man die Märkte in den benachbarten Städten mit selbstangebauten Erzeugnissen belieferte.

Wir haben zwar keine Protokolle aus den ersten 10 Jahren des Vereins, aber bei der 40-Jahrfeier am 21. Juli 1929 im Gasthaus "Zur Spitze" wurden noch 8 Gründungsmitglieder geehrt, und der Vorsitzende Georg Baldauf berichtete ausführlich über die ersten Vereinsjahre.

Ab dem 6. August 1899 liegen alle Protokolle und ab dem 1. Juli 1895 die Kassenbücher vor. Auch aus der Reinheimer Zeitung sind Berichte erhalten.

Die Mitgliederliste von 1900 weist bereits 115 Mitglieder auf, davon 74 aus Reinheim, 19 aus Ueberau und 22 aus umliegenden Orten. Jeden Monat fand eine Versammlung statt, in deren Mittelpunkt der Erfahrungsaustausch stand, Fachleute referierten in Vorträgen über verschiedene Themen. Jedes Jahr wurden Ausstellungen von Gartenerzeugnissen, Obst und Rosen organisiert, auch über Prämierungen von Weinen und Likören wird berichtet. Gemar-kungs- und Gartenrundgänge fanden regen Zuspruch. Vielfach wurden am Ende der Veranstaltungen Verlosungen vorgenommen und neue Sämereien und Pflanzen verteilt.

1908 wurde berichtet, daß der Kreisobstbau verband neue Spalierobstanlagen mit 50% bezuschußte.

Die 200-Mitgliedermarke erreichte der Verein 1909. Durch den ersten Weltkrieg kam die fruchtbare Vereinsarbeit weitgehend zum Erliegen.

1920 bis 1945

Ein anerkannter Fachmann mit viel Erfahrung, der Hofgärtner i.R. Karl Mein, brachte 1920 wieder Aufschwung in das Vereinsleben. Mit Elan ging der neugewählte Vorstand an die Arbeit:

1. Vorsitzender Hofgärtner Karl Hein, Reinheim,
2. Vorsitzender Lehrer Scheuring, Ueberau,
1. Schriftführer Lehrer Bersch, Reinheim,
2. Schriftführer Wilhelm Bauer, Ueberau,
Rechner Adam Nelius, Reinheim
Beisitzer Gemeinderechner Leinert, Reinheim
              Landwirt Anton Dehn, Reinheim
              Handelsgärtner Wilhelm Kopp, Reinheim
              Baumwart Philipp Renkel, Ueberau.

Insbesondere die Lehrkräfte der Schulen in Reinheim und Ueberau waren Stützen im Vorstand.

Bereits 1923 wurde ein neuer Vorstand gewählt: Lehrer Philipp Oldendorf, Ueberau, wurde Vorsitzender und Bahnmeister Wasenmüller sein Stellververtreter. 100-150 Besucher nahmen in den 20er Jahren an den Versammlungen teil.

Auswärtige Ausstellungen wurden mit Qalitätsobst und Gartenerzeugnissen beschickt. In einer Ausstellung am 24. Juli 1927 wurden u.a. mehrere 100 Rosen aus Steinfurt gezeigt. Im Herbst wurden allein von den Obstbäumen der Kreisstrassen 71 Sorten ausgestellt.

Erstmals trat eine Frau im Verein auf: Frau Hein, die Gattin des Hofgärtners Hein, rief 1926 anläßlich einer Dahlienschau die Frauen des Vereins auf, mit Blumenschmuck den Häusern in Reinheim und Ueberau ein freundliches Aussehen zu geben. Die ersten Preise für den Blumenschmuck wurden 1927 ausgegeben.

Das große Jubiläumsfest zum 40jährigen Bestehen wurde unter dem seit 1924 amtierenden Vorsitzenden Georg Baldauf am 21. Juli 1929 im Saal des Gasthauses "Zur Spitze" mit einem ansehnlichen Programm gefeiert. Für die Dekoration "Im Rosengarten" wurden 125 m Girlanden gekauft.

In den 30er Jahren nahmen die beiden Bürgermeister aus Reinheim und Ueberau regen Anteil an den Versammlungen, man brauchte die Fachleute für die Wirtschaftspolitik des Reichsnährstandes.

Eine Obstbaumzählung 1934 ergab 5958 Bäume in Reinheim und 3607 in Ueberau.

Der Mitbegründer des Vereins und Fachberater für Obstbau Philipp Renkel, Ueberau, wurde für 50 Jahre Tätigkeit als Baumwart geehrt. Glückwünsche für den Jubilar überbrachte Dipl.Obstbauinspektor Heese im Namen der Kreisobstbauverbände Dieburg und Offenbach, er gratulierte gleichzeitig dem Verein zu dem glücklichen Umstand, in seinen Reihen einen über die Grenzen der Provinz hinaus bekannten und anerkannten Obstfachmann zu haben.

Der Verein blieb sehr aktiv, bis die Umstände des zweiten Weltkrieges die Vereinstätigkeit nach und nach zum Erliegen brachten.


1948 bis zur Gegenwart

Wieder war es der langjährige Vorsitzende Georg Baldauf, der 1948 die noch lebenden Vorstandsmitglieder zusammenrief, um die Vereinsarbeit nach den langen Kriegsjahren wieder aufzunehmen. Mit einem abgewerteten Kassenbestand von 9,75 DM übernahm Kurt Knell die Vereinskasse, Dr. WilhelmTreusch wurde Schriftführer.

Mit der Beschaffung von Pflanzgut und ansprechenden Themen in den Versammlungen entstand bald wieder eine rührige Vereinstätigkeit. Der Feldanbau von Erdbeeren und schwarzen Johannisbeeren wurde vorangetrieben und brachte einen guten Nebenerwerb. Obsthändler holten täglich die frischgeernteten Früchte ab. Die Sammelstelle der Obst- und Gemüsezentrale Zwingenberg unterhielt eine Annahmestelle in Ueberau, die von Frau Elisabeth Knell bedient wurde.

In 1953 löste Heinrich Metzler l. den aus Altersgründen ausscheidenden Vorsitzenden Georg Baldauf ab. 1956 wurde der Vorstand neu zusammengesetzt und Kurt Knell wurde Stellvertreter, Philipp Meyer Rechner, Otto Karl Stuckert Schriftführer, Beisitzer Heinrich Metzler II. und Georg Michel Der Vorsitzende Metzler griff in der Vereinsarbeit viele Gartenthemen auf und warb besonders für die Herstellung und Verwendung von Kompost. In diesem Jahr wurde die erste Obstschau nach dem Krieg zusammengestellt und im "Kühlen Grund" gezeigt.

Der erste Familienabend fand 1957 statt, dem seither in jedem Jahr weitere folgten.

Unter Führung des Vereins wurde 1963 und in den Folgejahren in Ueberau der Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" durchgeführt. Trotz starker Konkurrenz aus Gemeinden des Kreises Erbach konnte ein sehr beachtlicher zweiter Platz erreicht werden.

Günther Steinbauer stellte sich 1963 als Leiter des Lehr-und Versuchsgutes für Wein- und Obstbau vor, gleichzeitig als Obstbauberater für unseren Bezirk. Er übernahm auch die Stelle des Geschäftsführers des Kreisverbandes Die-burg. Seit dieser Zeit bekleidet er die Beraterfunktion in unserem Verein und hat den heutigen Obstbau in unserer Gegend entscheidend geprägt. Für die vielfältigen fachlichen Hilfen, die er unserem Verein angedeihen ließ, hat der Vorstand 1992 beschlossen, ihn als Ehrenmitglied aufzunehmen.

Die Vorstandswahl am 17. Januar 1965 ergab folgende Zusammensetzung:

1. Vorsitzender Friedrich Reihenhäuser
2. Vorsitzender Karlwilhelm Kopp
Schriftführerin Elvira Fornoff
Rechner Heinrich Schneider
Beisitzer Georg Michel
Wihelm Best, Johann Horn
GeorgVogel, Heinrich Wagner,
Fritz Lang, Karl Stuckert.

Frau Fornoff war die erste Frau im Vorstand des Vereins. Es hat sich gut bewährt, daß immer mehr Frauen aktive Arbeit leisten, auf die in der heutigen Zeit nicht mehr verzichtet werden kann.

Zur 75-Jahrfeier fand unter Mitwirkung der Kreisvereine in der Turnhalle des TV 1888 eine ansprechende Obst- und Gartenausstellung statt. Auf dem Ueberauer Friedhof wurde anläßlich dieses Jubiläums eine Trauerweide gepflanzt, die sich in der Zwischenzeit zu einem schönen Baum entwickelt hat. Für hervorragende Leistungen erhielt der Verein vom Landesverband im Jahre 1966 die Verbandsmedaille in Gold.

Alle 5 Jahre wurde eine Ausstellung organisiert, um die heimischen Obst- und Gartenerzeugnisse der Öffentlichkeit vorzustellen. Nur 1974 mußte sie ausfallen, weil ein schweres Hagelunwetter die Ernte zerstörte. Es war so heftig, daß an jungen Ästen die Rinde abgeschlagen wurde.

Bei den Vorstandswahlen am 17. Januar 1971 wurde Karl Stuckert zum Vorsitzenden gewählt, Martin Göttmann übernahm die Kassengeschäfte. Die übrigen Positionen im Vorstand blieben bestehen.

Zum 90jährigen Bestehen 1979 erweiterte man das Jahresprogramm für gesellige Veranstaltungen im Verein. Ein Frühlings- und Blumenball im schön mit Frühlingsgrün und Blumen geschmückten Saal im Hotel "Darmstädter Hof wurde zu einem besonderen gesellschaftlichen Ereignis.

Zehnmal fand er an gleicher Stelle statt, bis das Hotel geschlossen wurde. Seit 1989 wird der Ball im "Kühlen Grund" abgehalten, er erfreu sich wegen der herrlichen Frühlingsdekoration allgemeiner Beliebtheit.


Mehrtagesfahrten des Obst- und Gartenbauvereins Reinheim - Ueberau seit 1979

1979 Egmont am See in Holland - Tulpenschau
1980 Überlingen - Bodensee - Irsel Mainau - Vierländerfahrt
1981 Zentralschweiz- Giswil am Sarner See - Kleine Scheidegg
1982 Sterzing in Südtirol - Bozen - Meran - Dolomitenfahrt
1983 Kiel - Fähre nach Göteborg/Schweden - Lüneburger Heide
1984 Kötzting im Bayrischen Wald - Kehl - Passau
1985 Spitz in der Wachau - Wien - Neusiedler See - Burgenland
1986 Ramsau am Dachstein - Steirischer Bodensee - Hohe Tauern
1987 Vilanders in Südtirol - Gardasee - Dolomitenfahrt - Brixen
1988 Sonthofen im Allgäu - Königsschlösser - Bregenz - Lindau
1989 Große Jubiläumsfahrt durch die Schweiz - Mainau - Liechtenstein -Graubünd«n - Wallis - bernina-Express - Zermatt
1990 Uderns im Zillertal - Hintertux - Krimmel - Kitzbühel
1991 Bad Harzburg im Harz - Brocken - Wernigerrode - Quedlinburg
1992 Fichtelberg im Fichtelgebirge - Böhmische Bäder - Oberwiesenthal
1993 Windischgarsten in Obercsterreich - Bad Ischl - Steyr - Kremsmünster
1994 Todtnauberg im Südschwarzwald - St.Blasien- Belchen - Elsaß
1995 Brand in Vorarlberg - Feldkirch - Werdenberg - Lünersee
1996 Prüm in der Südeifel - Trier - Luxemburg - Brüssel - Maria Laach
1997 Freiberg in Sachsen - Wartburg - Dresden - Meißen - Sächsische Schweiz
1998 Auer in Südtirol - Seiser Alm - Gardasee - Meran - Dolomitenfahrt
1999 Sonnen im Bayr. Wald - Moldestausee in Tschechien - Straubing
2000 Neustadt im Südharz -Rosarium Sangerhausen - Kyffhäuser - Mühlhausen
2001 Auetal im Weserbergland - Teutoburger Wald - Steinhuder Meer - Hameln
2002 Arzl im Pitztal in Tirol - Dreipässefahrt - Innsbruck - Stift Stams
2003 25. Mehrtagesfahrt an Saale und Unstrut in Sacnsen-Anhalt - Bad Lauchstädt - Leipzig- Wörlitz - Saalfelder Feengrotten
2004 Abtenau im Salzburger Land - Rundfahrt Salzkammergut - Salzburg


Die Sommerfeste auf der Windlücke, die sich aus Gemarkungsrundgängen entwickelt haben, wurden von der Bevölkerung so gut angenommen, daß ab 1978 auch ein Gottesdienst im Grünen abgehalten wurde. Der erste wurde von Herrn Pfarrer Gerhard Siegert von der evangelischen Kirche in Reinheim veranstaltet, inzwischen werden die Gottesdienste von den Pfarrern der evangelischen Kirchen in Reinheim und Ueberau abgehalten. Der Posaunenchor aus Ueberau umrahmt diese feierliche Veranstaltung am Vormittag des Sommerfestes.

Seit 1995 werden auch Taufen in den Gottesdienst mit einbezogen. Die Sommerfeste haben sich dahingehend entwickelt, daß nach dem Gottesdienst der Posaunenchor zum Frühschoppen spielt und es um 12 Uhr ein Eintopfessen gibt. Der Nachmittag gehört vor allem den Familien, die einen Spaziergang durch die Feldfluren unternehmen und bei angenehmer Unterhaltung Einkehr bei Kaffee und Kuchen, Gegrilltem und kühlen Getränken halten können. Für die Kinder gibt es Spiele und als Preise kleine Geschenke.

Seit 1957 wurden jährliche Familienabende veranstaltet, die den geselligen Zusammenhalt der Mitglieder fördern. Ab 1975 wurden diese Familienfeiern auf den 1. Advents-Nachmittag verlegt, um auch den älteren Teilnehmern Rechnung zu tragen. Ein Dia-Vortrag über Reiseeindrücke aus aller Welt steht in der Regel am Anfang der Veranstaltung, die abwechselnd in Reinheim und in Ueberau stattfindet. Auch Ehrungen für langjährige und verdiente Mitglieder werden beim Familiennachmittag vorgenommen. Die Landfrauen es Reinheim unterhalten seit einigen Jahren mit kleinen Theaterstücken oder lustigen Sketchen. Bei der traditionellen Kaffeetafel, umrahmt von weihnachtlichen Weisen und besinnlichen Vorträgen verbringen so oft mehr als 100 Mitglieder unterhaltsame Stunden

Seit vielen Jahren veranstalten wir im März einen stets gut besuchten Frühlingsball im festlich mit Blumen und Grün geschmückten Saal im "Kühlen Grund" in Reinheim. Nach geselligen Stunden mit Musik und Tanz wird der Blumenschmuck unter die Mitglieder und Gäste verlost.

Jedes Jahr unternimmt der Verein Kurzreisen, die uns Deutschland und die Nachbarländer nahebringen. Über 25 Jahre lang hat unser Ehrenvorsitzender Karl Stuckert diese Reisen organisiert. Die Fahrten werden immer gut angenommen. Außerdem hat es sich eingebürgert, daß am Himmelfahrtstag ein Senioren- und Familienausflug in das nähere Umland mit Besichtigungen von kulturhistorischen Stätten, Baudenkmälern und Gartenanlagen unternommen wird, auch dies ist jedesmal ein schönes Erlebnis für die Teilnehmer.

Zu verschiedenen Vereinsfesten in Reinheim und Ueberau wurden ansehnliche Festwagen gestellt. Anläßlich von Vereinsjubiläen der Mitglieder des Kreisverbandes sowie der Ortsvereine übergeben wir Grußbotschaften und Spenden.

In den vergangenen Jahren wurden mehrere Fachwarte im Obstbau sowie in der Garten- und Landschaftspflege mit Unterstützung des Landesverbandes ausgebildet. Sie stehen mit ihrem Fachwissen den Gartenebaufreunden beratend zur Seite.
Der Warndienst des Pflanzenschutzamtes wird regelmäßig bezogen und bekanntgemacht.

Gemeinsam mit dem Magistrat der Stadt Reinheim und dem Gewerbeverein wurde im Jahre 1982 die Aktion "Mehr Blumen und mehr Grün in unsere Stadt" ins Leben gerufen. Mit dieser Aktion sollte ein freundlicheres Aussehen der Straßen im alten Stadtkern von Reinheim und den alten Dorfstraßen von Ueberau und damit mehr Wohnqualität erreicht werden. Der Wettbewerb lief in dieser Form mit gutem Erfolg und es konnten jedes Jahr schöne Preise an die Gewinner vergeben werden.

Seit 1999 läuft eine Aktion "Naturnahe Gärten", die vom Unweitamt der Stadt Reinheim und vom Obst- und Gartenbauverein getragen wird. In den ersten 3 Jahren im Rahmen der Dorferneuerung in Ueberau, seit 2002 in Reinheim. Auch hieran nahmen in jedem Jahr etwa 20 Familien teil, die alle schöne Geld- und Sachpreise erhielten.

Unsere Informationsveranstaltungen sind immer gut besucht, auch von interessierten Nichtmitgliedern. Leider wird es in den letzten Jahren immer schwerer, Fachleute für Vorträge zu bekommen, denn der alte Stamm von Idealisten ist nicht mehr vorhanden. In vielen Fällen müssen wir zur Selbsthilfe greifen und die Kurse für Gehölzschnitt mit entsprechenden praktischen Unterweisungen sowie Anleitungen für Pflegemaßnahmen mit unseren fachlich ausgebildeten Mitgliedern durchführen.

Auch der Kreisverband bietet hierbei Unterstützung, indem er Referenten für Schnittkurse zur Verfügung stellt und Kosten übernimmt.

Floristik-Vorträge zur Sommer- oder Adventszeit bieten wir seit vielen Jahren an, auch für Nichtmitglieder. Ebenso Bastelstunden für Kinder, die von Familie Heil geleitet werden und schöne Ergebnisse zeigen. Im letzten Jahr konnte man die Dekorationen beim Familiennachmittag bewundern.

Eine neue Vereinssatzung wurde 1988 von der Ordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen und die Gemeinnützigkeit des Vereins beim Finanzamt in Dieburg beantragt. Nach dieser Satzung werden alle drei Jahre die Vorstandswahlen durchgeführt. Derzeit gehören dem Vorstand folgende Mitglieder an:

1. Vorsitzender Heinrich Wagner
Stellvertreter Hermann Gebhardt, Norbert Stuckert
Schriftführerin Gretel Riedl
Stellvertreter Harald Vogel
Rechner Karl Schüßler
Stellvertreter Hans Faust
Beisitzer Georg Best, Karl-Wilhelm Heil, Karlwilhelm Kopp,
Gilda Lang, Willi Röder, Anneliese Schuchmann, Helga Wanke.

Karl Stuckert, der dem Verein von 1971 bis 2001 vorstand und sich während dieser Zeit große Verdienste erworben hat, wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.


Ausblick

Wenn der Verein heute in der Lage ist, sich den vielfältigen Problemen zu stellen, die sich auf allen Gebieten des Obst- und Gartenbaues und der Landschaftspflege ergeben, so ist dies der Arbeit des Vorstandes und der Unterstützung durch seine Mitglieder zu verdanken, vor allem bei den Helfereinsätzen beim Sommerfest, aber auch bei anderen Veranstaltungen.

Der Verein vertritt drei gleichwertige Interessenrichtungen:

  1. Die Erzeugung frischer, natürlicher und gesunder Obst- und Gartenerzeugnisse, überwiegend für den Eigenverbrauch aus dem eigenen Garten.

  2. Die Verschönerung von Haus, Hof und Garten sowie des Ortsbildes durch Blumen, Sträucher, Bäume und Grün.

  3. Die Förderung von Naturschutz und Landschaftspflege.


Der Obst- und Gartenbauverein wird weiterhin bestrebt sein, durch Fachvorträge und aufklärende Aktionen die genannten Ziele zu erreichen. Alle Veranstaltungen sind öffentlich und kostenlos, auch interessierte Nichtmitglieder sind immer willkommen.

Gute Zusammenarbeit besteht zwischen dem Umweltamt der Stadt, die uns Unterstützung in vielfältiger Art gewährt.

Unser Verein zählt zur Zeit 291 Mitglieder, davon allein 33 Ehrenmitglieder, die über 80 Jahre sind. Wir gehören dem Verband Dieburg zur Förderung des Obstbaues, der Garten- und Landschaftspflege an und sind somit auch Mitglied im Landesverband Hessen.

Mit der Neuauflage dieser Festschrift, die zum 100jährigen Bestehen erstmals erschienen ist, hoffen wir, einen Überblick über die Aktivitäten des Obst- und Gartenbauvereins Reintieim und Ueberau in den 115 Jahren seines Bestehens gegeben zu haben.

Abschließend soll allen, die dem Verein seit vielen Jahren die Treue halten und seine Arbeit unterstützen, herzlichen Dank gesagt werden. Gemeinsam wollen wir unseren Teil dazu beitragen, eine gesunde Umwelt zu schaffen und zu erhalten.

Um diese Aufgabe erfüllen zu können, fordern wir insbesondere die junge Generation unserer Gesellschaft auf, aktiv in diesem Sinne mitzuarbeiten.

Der Vorstand